Freie Radikale

Oxidativer Stress

Freie Radikale sind sehr reaktionsfreudige Moleküle, denen ein oder mehrere Elektronen fehlen. Durch ihre Reaktion mit anderen Molekülen werden diese oxidiert und dadurch verändert bzw. inaktiviert.

Es gibt zwei Wege, auf denen freie Radikale entstehen. Zum einen bei der Energiegewinnung in den Mitochondrien mittels Sauerstoff. Es entstehen dabei die Sauerstoffradikale Superoxid, Wasserstoffperoxid und Hydroxylanion.

 

Nitrosativer Stress

Die andere form von Radikalen geht vom Stickstoffmonoxid (NO) aus, welches von Immunzellen zur Beseitigung von Viren, Pilzen, Borrelien,anderen intrazellulären Erregern sowie Krebszellen gebildet wird. Andere Zellen bilden das NO zur Gefäßerweiterung und im Nervensystem ist es ein Neurotransmitter. Ein zuviel an NO führt jedoch zu Zellzerstörung  und zur Bildung von anderen gefährlichen Molekülen wie Peroxynitrit, Homocystein, und Zytokinen.

 

Oxidation und Reduktion im Gleichgewicht

Wegen ihrer Gefährlichkeit für den eigenen Organismus werden Radikale durch die Antioxidantien Superoxiddismutase, Glutathion, Vitamin C und andere ständig in sogenannten Reduktionsreaktionen entschärft. Normalerweise besteht ein Gleichgewicht zwischen diesen beiden Prozessen.

 

Folgen einer Dysbalance im Redoxsystem

Bei einen Mangel an Antioxidantien ist der Abbauprozess jedoch gestört, wodurch die freien Radikale überhand nehmen und zur Lipidperoxidation von Zellmembranen führen können. Die Zelle benötigt dann viel mehr Energie, um ihr Membranpotential aufrechtzuerhalten, welches sie zum Funktionieren braucht. Des weiteren greifen die Radikale Enzyme an und verursachen so chronische Entzündungen, insbesondere in den Gefäßen und im Gehirn. Folge sind Arteriosklerose und neurodegenerative Erkrankungen wie Parkinson, ALS, Alzheimer und Schlaganfall.

Als drittes kommt es durch Schädigung der DNA allgemein zur Alterung.

Auch andere Krankheiten wie die Fibromyalgie, Krebs, Thrombose und Borreliose werden den freien Radikalen zugeschrieben.