Wir wollen kein Amalgam!

Die lange Einwirkzeit macht Amalgam so schädlich

Dass Amalgam eine Vielzahl schädlicher Metalle enthält, allen voran das mit Abstand toxischste Quecksilber, dürfte vielen bekannt sein. Das Material sitzt zwar fest im Zahn, jedoch ist dieser ein lebendes Organ mit Nerv und Blutversorgung. Die Gifte gelangen also langsam in den Kiefer, das Gehirn und den ganzen Körper. Manche Bakterien in der Mundhöhle können das anorganische in das wesentlich giftigere Methylquecksilber umwandeln. Durch Kauen und heiße Getränke sowie Bohren und Schleifen an der Füllung werden zudem Dämpfe freigesetzt und eingeatmet. Entscheidend ist die Zeitdauer der Einwirkung, eben leider oft Jahrzehnte, und das 24 Stunden am Tag!

 

Vorsicht beim Entfernen von Füllungen!

Um eine chronische Vergiftung zu beseitigen, muss zunächst sämtliches Füllungsmaterial sachgerecht entfernt werden, ohne dabei weiteren Schaden zu verursachen. Hierfür nutzen Umweltzahnmediziner bestimmte Maßnahmen, die verhindern, dass beim Ausbohren zu viel Schleifstaub und Splitter in den Organismus gelangen. Dazu gehört eine langsame Umdrehungszahl mit speziellen Bohrern, ein Kofferdamm, der das ausgebohrte Material auffängt, und eine Atemmaske, die das Einatmen der freiwerdenden Dämpfe verhindert. Ansonsten könnte es zu einer akuten Queck-silbervergiftung kommen mit Bauchkrämpfen, Kopfschmerzen, Benommenheit, Depressionen bis hin zu Nierenversagen.

 

Genaue Suche nach Amalgam

Wichtig ist auch, mit speziellen bildgebenden Verfahren nach Amalgamresten unter Füllungen oder Kronen zu suchen, sowie nach Metallsplittern, welche durch frühere Plombenentfernungen evtl. in die Schleimhaut eintätowiert wurden und manchmal schon durch einen bläulichen Schimmer mit dem bloßen Auge erkennbar sind.

 

Weshalb ist Quecksilber so schädlich?

Schwermetalle blockieren Stellen im Körper, wo sonst die Mineralien sitzen, etwa Selen oder Magnesium. Dadurch werden viele Organfunktionen blockiert, etwa in der Schilddrüse. Auch binden sie sich gerne an schwelfelhaltige Enzyme und inaktivieren sie. Dadurch wird deren Entgiftungsfunktion behindert. So können freie Radikale, die Zellschäden verursachen, nicht mehr ausreichend entschärft werden, es kommt zur chronischen Inflammation.

Nicht zuletzt schädigen Metalle das Erbgut. Nach einer zahnärztlichen Sanierung kann eine Ausleitung der im Körper eingelagerten Schwermetalle erfolgen, unterstützt durch unspezifische Entgiftungshilfen.